Der Wohnungsmarkt in Bayern spannt sich weiter an. In der neuen Mieterschutzverordnung steigt die Zahl der Gemeinden mit besonders teuren Wohnungsmärkten von 162 auf 203. Das sind knapp 10 Prozent der 2056 bayerischen Städte und Gemeinden.

Zwar habe sich nach Angaben des Justizministeriums die Lage in 27 Gemeinden seit der letzten Bewertung verbessert. Demgegenüber wurden jedoch 68 Gemeinden neu als besonders teuer bewertet. Zum Schutz der Mieter sollen Wuchermieten daher stärker ins Visier genommen werden. Bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Hintergrund für die Neubewertung ist die zum Jahresende auslaufende Mieterschutzverordnung. Die neue Mietpreisbremse gilt zunächst bis Ende 2025.

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Hintergrund für die Neubewertung ist die zum Jahresende auslaufende Mieterschutzverordnung. In ihr waren bisher 162 Städte und Gemeinden mit besonders teuren Wohnungsmärkten aufgeführt. Laut den Angaben des Ministeriums habe sich die Lage in 27 Gemeinden verbessert – dafür wurden aber 68 neu in die Mieterschutzverordnung aufgenommen.

„Wohnungsmangel und Mietpreisanstieg sind eine der großen Herausforderungen unserer Zeit“, betonte Eisenreich. Es gebe aber keine „einfachen Lösungen“ bei der Begrenzung des Mietpreisanstiegs. „Notwendig ist ein Bündel an Maßnahmen von Kommunen, Land und Bund in verschiedenen Bereichen. Vor allem muss mehr preiswerter Wohnraum geschaffen werden. Aber auch das Mietrecht kann einen Beitrag leisten“, sagte er. Um den Schutz der Mieter zu verbessern, müssten zudem Wuchermieten stärker ins Visier genommen werden. Bei Wuchermieten müssten Bußgelder von bis zu 100.000 Euro drohen.

In Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt sollen weitere Mietpreissteigerungen unter anderem mit einer Mietpreisbremse und einer verlängerten Frist für Eigenbedarfskündigungen für neu erworbenen Wohnraum verhindert werden.